Am Donnerstag dem 23.11.2006 ging es bereits um 7:00 Uhr morgens los. 17 Studierende und zwei Mitarbeiter der TU Graz, DI Klaus Macheiner und DI Gerhard Kienast, nahmen an der Exkursion teil, die von der Fachschaft der Geodäsie organisiert wurde. Von der Steyrergasse ging es zuerst in Richtung Tauerntunnel.

Bei unserer Ankunft am Nordportal des Tauerntunnels wurden wir von Adrian Raici und dem Leiter der örtlichen Bauaufsicht Ing. Vergeiner empfangen.


Wir erhielten anfangs eine kurze Einführung über das Tunnelprojekt „Tauerntunnel 2. Röhre“. Dann wurden uns die Sicherheitsbestimmungen erklärt, ehe wir uns in Sicherheitsbekleidung mit Helm und Gummistiefeln mitten im Vortriebsgeschehen wieder fanden.

Im Tauerntunnel konnten wir die Messquerschnitte der Konvergenzmessungen sehen und später auch Auswertungen und Zeitreihendarstellungen von diesen betrachten, während von Adrian Raici ein paar erklärende Worte gesprochen wurden. Untertage war auch der motorisierte Lasertheodolit zu sehen, der zur Vorgabe der Vortriebsrichtung dient. Dieser wurde uns live demonstriert, indem dessen Orientierung kontrolliert wurde. Besonders beeindruckend war es auch die Arbeitsschritte beim Tunnelbau ein wenig zu verfolgen.

Wieder Obertage an der frischen Luft wurde uns der „DIBIT“-Tunnelscanner, ein photogrammetrisches System für Profilaufnahmen, gezeigt und vom Standpunkt der praktischen Anwendung erklärt. Auch hier haben wir Auswertungsergebnisse zu sehen und erklärt bekommen.

Nach all den Eindrücken war es Zeit für ein deftiges Mittagessen bei einem kleinen Wirtshaus ganz in der Nähe, um uns anschließend frisch gestärkt auf den Weg zum Katschbergtunnel zu machen.
Beim Katschbergtunnel angekommen wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt: eine Gruppe wurde bei einer Power-Point-Präsentation über das Baulos „Katschbergtunnel 2. Röhre“ aufgeklärt, während die andere Gruppe gleich in medias res ging und Untertage abtauchte. Die Präsentation wurde von einem Herrn der Baufirma gehalten. Dieser servierte uns Eckdaten und schaffte uns einen Einblick über die Innenschalung eines Tunnels. Die verschiedenen Arbeitsschritte, angefangen von der Abdichtung bis hin zu den unterschiedlichen Schalungen, konnten dann beim Durchfahren des Tunnels Schritt für Schritt betrachtet werden. Auch die Schalwägen wurden uns gezeigt und deren Funktionsweise erklärt. Vermessungstechnisch betrachtet wird hier, neben Dibit-Messungen, vor allem Bauvermessung betrieben.


Dann galt es sich wieder auf dem Heimweg zu machen, um mit der Ankunft in der Steyrergasse um etwa 19:30 Uhr die Exkursion zu beenden.